Nie passiert nichts. Die Menschen können nicht einfach loslassen und nichts tun. Der Mann in dem Anzug rennt mit seinem Kaffee in einer Hand, Smartphone in der anderen, auf die Strasse zu um ein Taxi anzuhalten. Er hat keine Zeit um seine Umgebung wahrzunehmen; so denkt er wenigstens.
Ich liebe die Vielfalt, die New York als Grossstadt zu bieten hat, aber wie soll man die ganzen Parks und Cafés geniessen, wenn man sich die Zeit nicht nimmt? Genau das ist es, was mich an New York so stört. Es gibt kaum Leute, die einfach mal einen Gang zurueckschalten um das, was sie haben, zu schätzen. Sie sind immer in Bewegung, und wenn etwas mal nicht schnell genug geht, flippen sie aus und werden ärgerlich. Viele sind ruhelos und immer angespannt, was für eine sehr unangenehme Stimmung sorgen kann welche sich auf die gesamte Stadt ausbreitet.
Ab und zu kann man den nervösen "Wichtigtuern" entkommen, indem man sich in bestimmte Stadtteile zurückzieht, aber das ist auch nicht immer erfolgreich.
Was mich am meisten an diesen Rumrennern stört ist, dass ich das Gefühl kriege, dass sie gar nicht so hektisch seien müssten, es aber trotzdem sind. Die Erklärung dazu fehlt mir, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es notwendig ist, immer durch die Stadt zu jagen.
Und damit,
Gute Nacht.