Ich habe noch nie so viele Geraeusche, Gerueche, grelles Licht und brodelnde Hitze wahrgenommen, wie an meinem ersten Tag in New York. Tuerme von stinkenden Muellsaecken belegen die Haelfte des Buergersteigs. Der Rauch der staendig verbrennenden Hot Dogs vermischt sich mit dem raetselhaften Qualm, der aus Strassenschaechtern steigt und die Luft flimmern laesst. Frank Sinatra ertoent aus dem einen, Mariachi-Musik aus dem anderen runtergekurbelten Autofenster, und sie werden nur noch uebertoent von dem unerbittlichen Klappern moerderisch hoher Absaetze, in die man sich als Frau von Januar bis Dezember zwaengt. (Wie sie es trotzdem schaffen, in rasendem Tempo an mir vorbei zu stoeckeln und zeitgleich ein energisches Gespraech per Bluetooth in Gang halten, finde ich sagenhaft.)
Die Stadt ist grob, nimmt niemals Ruecksicht auf Privatsphaere, ist aber auch nicht daran interessiert. Ich meine oft, der Lieblingsausdruck der New Yorker waere "Excuse me", was so viel heisst wie, "Es ist mir ebenfalls keine Freude, Sie beruehren zu muessen, aber es ist mein Recht als amerikanischer Staatsbuerger hier zu passieren und niemand wird mich daran hindern." Die Subway ist voller Leute, die unbedingt ganz schnell irgendwohin muessen. Manche sind gut gelaunt, andere genervt, einzeln, zu zweit und zu dritt, schwarz, weiss und gruen gepunktet, arm und reich.
New York ist das beste Beispiel fuer die Ansicht, dass in Grossstaedten Traeume verwirklicht werden. Ob die nach Anerkennung strebenden Kuenstler, Studenten oder die Auslaender, die versuchen, den Lebensstandard ihrer Familien zu erhoehen und den American Dream in die Realitaet umzusetzen - New York kann ihnen alles bieten. Zwar sind die Moeglichkeiten unter 8,2 Millionen Menschen auf wenige beschraenkt, aber mir gefaellt, dass ein Zentrum dieser Art (fuer Kultur, Finanzen, internationale Angelegenheiten, internationalen Handel, Bildung, Forschung, Medien und Unterhaltung) die Menschen zusammenbringt. Es bilden sich Arbeitsgemeinschaften, die effektiv und innovativ ihre Ergebnisse erzielen, Kollaborationen, in welchen die Kreativitaet blueht und Subkulturen, die neue Energie und neue Einstellungen auf die Gesellschaft uebertragen.
Millionen von Menschen auf engsten Raum gepackt: Dies erzeugt eine hohe Spannung und ein riesiges Netzwerk der Gedanken, das den konstanten Ideenaustausch foerdert, durch den Gutes und Schoenes entstehen kann. Allerdings glaube ich auch, dass man deswegen auf der Strasse einander so unpersoenlich und distanziert begegnet, da das System gewissermassen nicht ueberlastet werden darf. Es ist ein Kompromiss: Du kannst dich nicht mit jedem Mitbuerger befassen, mit jedem Gesicht und jedem Schicksal, wenn der Sinn der Sache ist, mit der Kapazitaet tausender Koepfe Leistung zu erbringen. Eine Grossstadt hat naemlich emergente Eigenschaften; das heisst, sie ist mehr als die Summe ihrer Einzelteile, wobei das Individuum alleine in der Menge untergeht. Die Grossstadt ist einfach zu gross, um anders zu sein als sie ist.
Fabian
Thursday, April 21, 2011
New York
Ich wohnte mein ganzes Leben in einer Kleinstadt, in West Deutschland. In den Ferien verreisten wir kaum. Ich wollte immer nach New York, es war mein Traum.
Ich hab mir vorgestellt, dass New York sehr laut ist, und dass die Kriminalitaet dort ganz schlimm waere. Aber auf der anderen Seite hab ich mir gedacht was fuer Laeden es dort gaebe mit guenstigen Preisen. Ich hab mir vorgestellt wie das Leben fuer Kinder meines Alters waere, die in New York lebten und was fuer ein Glueck sie hatten. Denn sie gingen wahrscheinlich zur Schule in New York City und koennten dann nach der Schule zum Times-square gehen um zu shoppen und saehen vielleicht viele Prominente . Ich wollte unbedigt zum Times Square gehen und dort Prominente sehen! Ich hab mir vorgestellt, dass alle Prominente einfach jeden Tag am Times Square rumhaengen,wie ignorant von mir.
Dann kam der Tag, an dem mein Vater uns die Neuigkeiten erzaehlte,dass wir nach New York ziehen. Als wir New York zum ersten Mal besuchten,konnte ich meinen Augen kaum glauben.
Erstens roch die ganze Stadt nach Fisch, Bier und Pisse. Dann waren die Laeden teuer und die Lebenskosten auch :(. Die Leute waren nicht so nett, oder es schien als fuehlten sie sich jaemmerlich. Die Atomosphaere war sehr hektisch und zu schnell fuer mich. Zumindestens sah ich ein paar Prominente in der ersten Woche meines Besuches,also hat dies mich ein bisschen aufgemuntert.
Nach einem Jahr, in dem ich hier in dieser Grossstadt lebe, weiss ich das es hier nicht so toll ist. Viele Leute, die noch nie in New York lebten und es richtig erlebten, denken, dass diese Stadt, der "it" Ort ist. Aber meiner Meinung nach ist dies nicht wahr, denn es gibt sehr viele andere Orte, die genau so toll sind.
Großstadt
Ich liebe die Stadt, es gibt so viele Sachen die man machen kann, ohne dass man gelangweilt wird. Zum Beispiel kann man in der Stadt bummeln, man kann Kaffee trinken, Museen besuchen, oder einfach auf einen ganz langen Spaziergang gehen. Manche gehen in die Stadt ohne große Plaene und wenn man nach Hause kommt hatte man den besten Tag.
Die Stadt hat aber auch manche Nachteile, ich finde, dass manche Leute einfach ganz kalt sind zueinander. Ich sitze in der U-Bahn oder in einem Bus, der mit Leuten gefuellt ist, aber keiner redet miteinander, es kommt mir so vor, als ob die Leute keine Lust haben mit anderen zu reden und dass es einfach nicht normal ist. Man hat sich aber so daran gewoehnt, dass mann nicht mit einander redet, dass es jetzt ganz komisch ist wenn ein Fremder freundlich ein Gespraech beginnen moechte. Die meisten Leute, die ich sehe, reden immer am Telefon oder sie beschaeftigen sich mit ihren Blackberrys. Wenn man mit ihnen reden moechte, hat man aber nicht die Chance, da jeder immer in Eile ist und man fuehlt sich gestresst, wenn man bloß um sie rum ist.
Es gibt aber auch Leute, die ganz cool und laessig sind und sich auch wohl fuehlen wenn sie mit Fremden zusammen sind. Ich finde, dass New York City die beste Stadt ist, wo Menschen sich ganz persoenlich entfalten koennen. Jeden Tag sehe ich Leute, die ganz coole und merkwuerdige Keidung tragen, aber in New York ist das nicht ungewoehnlich.
Obwohl ich die Stadt liebe, muss ich ehrlich sein, ich wuerde lieber in einem Dorf leben, das nah an einer Stadt ist. Mir gefaellt es, dass man in einem kleinen Dorf lebt, weil dann kennt man jeden und man wird nie allein sein. Dort wird es alles geben, was man braucht und man muss nicht zur Stadt gehen um etwas zu holen.
Schreibt eure Meinungen in dem Comment Platz!
Tschuess!!!
Grossstadt: Die Lärm Schichten
Meine Grossstadt, New York. Ein hektischer Wirbelsturm von Leuten, Gebaeuden, Autos, und natuerlich Lärm. Die erste Welle von Geräuschen, die dich bombardieren sind die Autos. Ihre Motoren und Hupen, und dann die Sirenen von Polizisten oder Krankenwagen. Dann kommen die Menschen, ihre Stimmen schlängeln sich durch die Luft und springen dich an aus Gesprächen, Argumenten, Diskussionen und Handeln. Die Millionen von Schritten ueber das Buergersteig-Labyrinth hallen in den Ohren, der Herzschlag der Stadt. Aber unter all diesen menschlichen und mechanischen Geraeuschen gibt es noch eine Schicht. Diese findet man nicht ueberall, aber an den leiseren Ecken und in den gruenen Parks hoert man die Voegel. Wer wuerde denken, dass man in der Mitte der Grossstadt, in Manhatten, aufwacht zum Zwischern von Voegeln. Jeden Morgen wache ich auf, und das erste was ich hoere sind nicht die Autos, oder die Menschen, sondern ein paar wilde Tauben, Stare, und Spatze. Das ist die Grosstadt. Unter der Groesse, Menge, Geschwindichkeit und Veruecktheit versteckt sich eine andere Welt, die ruhiger und kleiner ist. Jede Strassenecke ist ihre eigene Gemeinde und hat ihre eigenen Ueberaschungen.
To-go Becher, Taxis, Blackberrys.
Nie passiert nichts. Die Menschen können nicht einfach loslassen und nichts tun. Der Mann in dem Anzug rennt mit seinem Kaffee in einer Hand, Smartphone in der anderen, auf die Strasse zu um ein Taxi anzuhalten. Er hat keine Zeit um seine Umgebung wahrzunehmen; so denkt er wenigstens.
Ich liebe die Vielfalt, die New York als Grossstadt zu bieten hat, aber wie soll man die ganzen Parks und Cafés geniessen, wenn man sich die Zeit nicht nimmt? Genau das ist es, was mich an New York so stört. Es gibt kaum Leute, die einfach mal einen Gang zurueckschalten um das, was sie haben, zu schätzen. Sie sind immer in Bewegung, und wenn etwas mal nicht schnell genug geht, flippen sie aus und werden ärgerlich. Viele sind ruhelos und immer angespannt, was für eine sehr unangenehme Stimmung sorgen kann welche sich auf die gesamte Stadt ausbreitet.
Ab und zu kann man den nervösen "Wichtigtuern" entkommen, indem man sich in bestimmte Stadtteile zurückzieht, aber das ist auch nicht immer erfolgreich.
Was mich am meisten an diesen Rumrennern stört ist, dass ich das Gefühl kriege, dass sie gar nicht so hektisch seien müssten, es aber trotzdem sind. Die Erklärung dazu fehlt mir, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es notwendig ist, immer durch die Stadt zu jagen.
Und damit,
Gute Nacht.
Schulweg
Ich lebe in einer 8 mio (20 mit Umland) starken Grossstadt.
Aber wenn ich aufstehe, hoere ich die Voegel zwitschern, gucke auf ein paar japanische Zierkirschen, die an einem Fluss stehen. Mein Schulweg fuehrt mich erst durch einen Innenhof mit Wiesen, Baeumen und einer Armee von Grauhoernchen. Dann nehme ich die Seilbahn ueber einen anderen Flussarm als der vor meinem Fenster.
DANN bin ich in der Stadt. Wenn die Seilbahn die York, erste und Zweite Avenue kreuzt, sieht man mehr Autos als Asphalt. Davon sind die meisten gelbe Taxis oder Busse. Auf der zweiten und ersten Avenue gibt es normale Busse, Blaublinker und bloeffende Blaublinker. Die Blaublinker sind die schnellsten.
Die Seilbahn hat vieles mit ihren Gegenstuecken in den Alpen gemeinsam. Glaube ich.
Sie faehrt in ein Gebirge hinein. Jedoch besteht dieses Gebirge aus Hochhaeusern. Viele der Mittelhochhaeuser haben Wassertanks auf den Daechern, um wenigstens ein bisschen Druck auf die Leitungen zu bekommen. Schliesslich wird diese Insel mit ihren 1.5 mio Einwohnern bei Nacht/ 3 mio bei Tag nur von 2 Wasserleitungen versorgt (wenn da mal eine platzt...).
Manche Haeuser haben auch Autos auf den Daechern. Wie die da nur hinkommen...
Wenn ich mit der Seilbahn uebergesetzt habe, fahre ich noch ein paar Stationen mit einem Blaublinker nach Sueden. Dann laufe ich durch eine Siedlung von Krankenhaeusern (manche mit eigenem Gefaengnis) bis ich ueber eine Autobahnbruecke schliesslich meine Schule erreiche.
Wenn ich dort ankomme, habe ich bereits ueber tausend Leute gesehen. Wenn auch nur fluechtig.
Ich bin froh wenn ich am Abend wieder auf meine kleine Insel (mit nur 16.000 Einwohnern) kommen kann.
Aber wenn ich aufstehe, hoere ich die Voegel zwitschern, gucke auf ein paar japanische Zierkirschen, die an einem Fluss stehen. Mein Schulweg fuehrt mich erst durch einen Innenhof mit Wiesen, Baeumen und einer Armee von Grauhoernchen. Dann nehme ich die Seilbahn ueber einen anderen Flussarm als der vor meinem Fenster.
DANN bin ich in der Stadt. Wenn die Seilbahn die York, erste und Zweite Avenue kreuzt, sieht man mehr Autos als Asphalt. Davon sind die meisten gelbe Taxis oder Busse. Auf der zweiten und ersten Avenue gibt es normale Busse, Blaublinker und bloeffende Blaublinker. Die Blaublinker sind die schnellsten.
Die Seilbahn hat vieles mit ihren Gegenstuecken in den Alpen gemeinsam. Glaube ich.
Sie faehrt in ein Gebirge hinein. Jedoch besteht dieses Gebirge aus Hochhaeusern. Viele der Mittelhochhaeuser haben Wassertanks auf den Daechern, um wenigstens ein bisschen Druck auf die Leitungen zu bekommen. Schliesslich wird diese Insel mit ihren 1.5 mio Einwohnern bei Nacht/ 3 mio bei Tag nur von 2 Wasserleitungen versorgt (wenn da mal eine platzt...).
Manche Haeuser haben auch Autos auf den Daechern. Wie die da nur hinkommen...
Wenn ich mit der Seilbahn uebergesetzt habe, fahre ich noch ein paar Stationen mit einem Blaublinker nach Sueden. Dann laufe ich durch eine Siedlung von Krankenhaeusern (manche mit eigenem Gefaengnis) bis ich ueber eine Autobahnbruecke schliesslich meine Schule erreiche.
Wenn ich dort ankomme, habe ich bereits ueber tausend Leute gesehen. Wenn auch nur fluechtig.
Ich bin froh wenn ich am Abend wieder auf meine kleine Insel (mit nur 16.000 Einwohnern) kommen kann.
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